Torhüter und Ausrüsterverträge | SportrechtBlog.de
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Torhüter und Ausrüsterverträge: So ist das mit Fußball- und Handschuhen

Torhüter gelten nicht nur aufgrund ihrer Position als besondere Typen. Anders als bei Feldspielern, gehört zu ihrem Equipment neben den Fußballschuhen etwas fast noch wichtigeres: ihre Handschuhe. Doch wie sieht die Situation bei den Ausrüstern eigentlich aus? Rechtsanwältin Corinna vom Berg beantwortet an dieser Stelle die wichtigsten Fragen zu dieser Konstellation.

Torhüter und ihre gesonderte Rolle

Ähnlich wie bei Fußballschuhen, gibt es auch für Handschuhe einen großen Markt an Ausrüstern. Dabei gibt es grundsätzlich zwei verschiedene Szenarien, die es in puncto Ausrüsterverträgen zu beachten gilt:

  1. Ein Torwart besitzt nur einen Ausrüstervertrag und trägt somit Fußball- und Torwarthandschuhe desselben Ausrüsters.
  2. Ein Torwart besitzt zwei Ausrüsterverträge und trägt Fußball- und Torwarthandschuhe von unterschiedlichen Ausrüstern.

Die Situation bei den besten Keepern

 Welttorhüter Manuel Neuer ist in Sachen Torhütern das Gesicht von adidas und trägt sowohl an seinen Füßen als auch an seinen Händen die Marke mit den drei Streifen. Er ist damit in guter Gesellschaft, denn auch Nationalmannschaftskollege und Barca-Keeper Marc André ter Stegen vertraut dieser Kombination.

Auch wenn Gianluigi Buffon schon etwas in die Jahre gekommen ist, überlässt er beim Thema Ausrüstung nichts dem Zufall. Er wird komplett von PUMA ausgestattet.

Ein weiterer Schlussmann mit nur einem Vertrag, ist Englands Nummer eins Joe Hart. Dieser läuft mit in den Modellen von NIKE auf.

Weitere Top-Torhüter kombinieren zwei Verträge

Natürlich gibt es auch Torhüter, die sich für unterschiedliche Marken bei ihren Fußball- und Torwarthandschuhen entscheiden. Beispielsweise trägt Schalkes Ralf Fährmann Schuhe von adidas, aber Handschuhe der Firma Reusch. Auch Lissabons Julio Cesar vertraut Reusch, hat an seinen Füßen aber die neuesten Schuhe von NIKE.

Darum erlauben Reusch und Co. einen zweiten Vertrag

 Grundsätzlich lässt sich sagen, dass die drei großen und somit auch finanzkräftigen Ausrüster adidas, NIKE und Puma mehr von den Torhütern fordert und sie in der Regel auch dazu verpflichtet, ihre Schuhe zu tragen. Ausrüster wie Reusch oder Uhlsport zum Beispiel, die sich auf dem Markt der Torwarthandschuhe einen Namen gemacht haben, können in Sachen Fußballschuhen allerdings nicht mithalten und erlauben ihren Spielern, für die Fußballschuhe einen weiteren Ausrüster hinzuzuziehen.

 Dieser Artikel von Rechtsanwältin Corinna vom Berg (www.vomberg.org) erschien in ähnlicher Form auch bei GOKIXX, der App für die besten Nachwuchsfußballer in Deutschland. Mehr Infos auf www.gokixx.de.