Aubameyang & Co: Streitigkeiten um Ausrüsterverträge | Sportrechtblog.de
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Aubameyang & Co: Streitigkeiten um Ausrüsterverträge

Ausrüster

xuhjb, Gelsenkirchen, Veltins Arena, 01.04.17, 1. Bundesliga - 26. Spieltag - FC Schalke 04 - Borussia Dortmund Bild: Jubel beim Torschützen zum 0:1 Pierre-Emerick Aubameyang (Dortmund) mit Maske

Die Ausrüster bleiben auch im Jahr 2017 weiterhin ein spannendes Thema. Dass falsche Schuhe getragen werden, gehört aber der Vergangenheit an.Unstimmigkeiten gibt es eher dann, wenn Spieler bei öffentlichen Auftritten zum falschen T-Shirt greifen. Rechtsanwältin Corinna vom Berg blickt noch einmal auf die vergangenen Wochen zurück.

Der Konflikt: Vereinssponsor vs. persönlicher Ausrüster

Bei den Profi-Klubs ist es in der Regel so, dass der Verein von einem Ausrüster ausgestattet wird. Das gilt für die gesamte Kleidung. Die Ausnahme ist in dem Fall. das Schuhwerk. Wenn ein Verein für seine Sportler Ausrüstungsgegenstände erhält, ist folgendes zu beachten und zu regeln: Der Verein muss sicherstellen, dass die Sportler verpflichtet sind, die Ausrüstungsgegenstände entsprechend dem Vertrag mit dem Ausrüster zu tragen bzw. zu verwenden, einschließlich der gegenüber dem Ausrüster vereinbarten Nebenpflichten. Dies hat schon verschiedentlich zu Schwierigkeiten geführt, wenn einzelne Sportler mit anderen Ausrüster entsprechende Verträge schließt geschlossen hatten.

Aktuelle Ereignisse: Aubameyang mit Maske, Horn mit falschem T-Shirt

Die Aktion des Dortmunders war im Vergleich zu anderen vertraglichen Konflikten noch einmal eine Besonderheit. Pierre-Emerick Aubameyang jubelte beim Derby mit einer Maske, die sein Ausrüster NIKE in einem Werbespot genutzt hatte. Die Folge: Ausrüster PUMA blieb zwar einigermaßen gelassen, um eine entsprechende Strafe durch seinen Verein kam der Stürmer aber nach diesem Vertragsbruch nicht herum.

Für weniger Aufsehen sorgte dagegen Timo Horn bei einem öffentlichen Auftritt für den 1. FC Köln. Bei einem Werbetermin für die Eishockey-WM in Köln trug der Torwart unter seiner Jacke ein Shirt von NIKE. Und das, obwohl die Kölner Spieler dazu verpflichtet sind, bei allen öffentlichen Auftritten Kleidung des Ausrüsters Erima zu tragen.

“Wir haben das Thema direkt mit ihm angesprochen und geklärt. Ich glaube nicht, dass er es bösartig gemeint hat. Aber so etwas darf nicht passieren.“ (Sportdirektor Jörg Schmadtke)

Dieser Artikel von Corinna vom Berg erschien in ähnlicher Form auch bei GOKIXX, der App für die besten Nachwuchsfußballer in Deutschland. Mehr Infos auf www.gokixx.de.