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Handball: Die „Three-Strikes-Regel“

Vom 10. bis 27. Januar findet in diesem Jahr die Handball WM in Deutschland und Dänemark statt.

Eröffnet wird die Vorrunde mit dem Spiel Deutschland gegen Korea in der deutschen Hauptstadt Berlin. Abschließend findet das Finale in Herning (Dänemark) statt.

Doch was hat es nun mit der „Three-Strikes-Regel“ auf sich?

Der Ausdruck „Three-Strikes-Regel“ hat seinen Ursprung keineswegs im Handball sondern im Baseball.  Bei dieser kaum ähnelnden Sportart muss der Schlagmann nach dem dritten Fehlschlag, beim Versuch den Ball auf das Feld zu schlagen, dieses verlassen. Ein Fehlschlag wird dabei als „strike“ bezeichnet. 

Verwandt ist auch der Ausdruck „Three-strikes law”, welcher in mehreren amerikanischen Bundesstaaten angewendet wird. Ein Täter, der dreimal wegen eines Verbrechens straffällig geworden ist, muss dabei mit härteren Strafen rechnen. Wiederholungstäter können daher auch wegen einer geringfügigen Strafe zu mehreren Jahren Haft verurteilt werden. 

Themenbezogen erhält der Spieler beim Handball vom Schiedsrichter bei einem schwerwiegenden Verstoß eine Verwarnung, die Gelbe Karte. Schwerwiegende Verstöße sind Regelwidrigkeiten, bei denen die Aktion überwiegend oder ausschließlich auf den Körper des Gegenspielers abzielt. Ob diese Regelwidrigkeit als schwerwiegend gilt und folglich mit einer persönliche Strafe zu handeln ist, richtet sich nach der Stellung des Spielers, Intensität, Auswirkung und Körperteil.

Eine Mannschaft sollte insgesamt nicht mehr als drei Verwarnungen erhalten. Eine zweite Verwarnung des selben Spielers beinhaltete eine 2-Minuten Zeitstrafe (Hinausstellen). Erhält dieser Spieler eine dritte 2-Minuten-Zeitstrafe, wird dieser durch den Erhalt der Roten Karte disqualifiziert. Während der Hinausstellungszeit spielt das Team mit einem Mann weniger auf dem Feld.

Je nach Schwere eines Fouls mit einhergehender Verwarnung erfolgt eine „Drei-Stufen-Prüfung“:

  1. Regelwidrigkeiten können auch mit sofortiger Hinausstellung zu ahnden sein (schwere Gefährdung des Gegenspielers) oder
  2. mit einer sofortigen Disqualifikation (gesundheitsgefährdende Fouls) oder
  3. zusätzlich zu Nr. 2 mit einem schriftlichem Bericht enden (besonders rücksichtslose, besonders gefährliche oder vorsätzliche oder arglistige Fouls).

Alle genannten Schiedsrichterentscheidungen können auch aus unsportlichen Verhalten resultieren. 

Bei sportrechtlichen Fragen beraten wir Sie umfassend und zeitnah.

Vereinbaren Sie einen persönlichen Termin unter info@vomberg.org oder +49 211 17 18 040, Rechtsanwälte vom Berg & Partner, www.vomberg.org.

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